Tag 22 – Lake Taupo – Thames

Heute darf ich (Ralf) mal wieder einen Bericht schreiben. Immerhin ging es zu einem meiner Lieblingsorte in Neuseeland … Hobbiton !

Aber Eins nach dem Anderen. Selbst nach über einem Tag spürten wir unsere Knochen vom Tongariro Alpine Crossing noch ordentlich. Gestartet sind wir morgens dann vom Lake Taupo in Richtung Norden. Erster Stopp war im Thermal Wonderland Wai-O-Tapo, welches zwischen Lake Taupo und Lake Rotorua liegt.

Das Wonderland ist ähnlich wie die „Craters of the Moon“ welche wir gestern besucht haben. Allerdings ist der Park deutlich größer, professioneller geführt und auch mit mehr Highlights ausgestattet. Dies spiegelte sich natürlich auch gleich im Eintrittspreis wider. Sagenhafte 64 NZD, ca. 38 EUR Eintritt für uns beide.

Hier finden sich so interessante und farbige Sehenswürdigkeiten, wie der Opal und Champagne Pool, der Lady Knox Geysir, das Devils Bath oder die Mud Pools.

Danach ging es weiter zu den Rainbow Mountains, bei denen wir nur einen kurzen Track zu einem wunderschönen blau-grünen See mit einer blubbernden Umgebung machten.

Und dann folgte unsere private Tour in Hobbiton. Es war wirklich unglaublich zu sehen, was Peter Jackson, Fran Walsh und Guillermo del Toro erschaffen haben. Auf einer riesigen privaten Schaffarm wurde nach dem Dreh der Filme „Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ das Hobbit-Dorf nicht wieder dem Erdboden gleich gemacht, sondern erhalten und den Millionen von Fans zugänglich gemacht.

Das Set sah genau so aus, wie man es aus den Filmen kannte. Mehr als 40 Hobbit-Höhlen wurden hier erschaffen, liebevoll ausgebaut und themenorientiert dekoriert. Man kam sich vor wie in Mittelerde. Interessant dabei war, wie die verschiedenen Versionen der Höhlen gebaut wurden, um die Schauspieler von Frodo, Sam und Co. optisch kleiner bzw. die von Menschen und Zauberern wie Gandalf größer erscheinen zu lassen.

Unser Guide Anthony war klasse und dank seiner walisischen Herkunft gut zu verstehen :-). Er erzählte immer wieder tolle Insider Geschichten, welche sich bei den Dreharbeiten zum Herr der Ringe und dem Hobbit ereigneten. Der uralte, verwachsene Baum über Bag End z.B. ist dort nicht wirklich gewachsen, sondern wurde auf den bestehenden (für Jackson zu kleinen Baum auf dem Hügel) drauf gesetzt und mit Eisenstangen innerhalb des Baumes fixiert. Die Blätter wurden in mühevoller Kleinarbeit an den Baum getackert und bemalt – Blatt für Blatt!

Im Anschluss ging es zu einer unserer schönsten Unterkünfte für die nächsten beiden Nächte. Wir hatten uns ein kleines Cottage gemietet, welches ca. 1 km außerhalb von Thames direkt am wunderschönen Firth of Thames lag. Einzig die direkt außen vorbeiführende Strasse störte etwas. Das Cottage wurde von der Besitzerin vor einigen Jahren aufgekauft und war ziemlich herunter gekommen. Beim Versuch es zu restaurieren stürzte es sogar ein. Die Besitzerin hat daraufhin das Cottage komplett nachgebaut und versucht den alten Charakter herzustellen. Dies ist ihr sehr gut gelungen und überall waren Überbleibsel des alten Cottages zu finden. Martina kam auch endlich in den Genuss eines Whirlpools, der außen auf der Terrasse stand und bereits mit 38 Grad bei unserer Ankunft vor sich hin blubberte. Top Service !

Zum Abendessen ging es dann in eine fast schon typisch englische Bar, dem Grahamstown Bar & Diner. Martina hat einen Cheeseburger und ich Fish und Chips gegessen. Thames ist insgesamt sehr verschlafen und es war nicht wirklich viel los. Doch in der Bar war es rammelvoll. Es fand das allwöchentliche Quiz statt 🙂

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