Wir hatten lange diskutiert, ob wir den heutigen Ausflug machen sollten. Eine Anreise von einfach 200km und 3h Stunden Fahrtzeit ist natürlich schon heftig. Aber wenn man schon mit so hoher Wahrscheinlichkeit Wale sehen kann, lässt man sich das doch nicht entgehen. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Die Anreise war regnerisch und wir konnten die Autobahn nicht durchgängig nutzen, da ein Teilstück gesperrt war. Also ging es auf die Straße ins Landesinnere.
Gegen 12:30 Uhr erreichten wir dann die Küstenstadt Kaikoura. Der Ort liegt ganz malerisch an einer Bucht, umgeben von hohen Bergen. Das Wasser fällt bis zum 1.600 Meter ab und bildet damit durch seine Tiefe und günstigen Strömungsverhältnissen perfekte Bedingungen für Wale und andere Meerestiere. Nachdem wir einen Aussichtspunkt auf kleiner Anhöhe und unten am Meer besucht hatten, ging es zum Start der Waltour.
Mit knapp 30 Personen ging es aufs Wasser hinaus. Das Boot hätte deutlich mehr Personen aufnehmen können, aber so war es natürlich viel angenehmer und jeder konnte etwas sehen. Wir fuhren insgesamt 4 Plätze an und konnten jedes Mal einen Wal bzw. Delphine beobachten. Der erste Wal war ein Buckelwal (Humback whale), der ein bisschen nach Luft schnappte, aber abtauchte ohne uns die Schwanzflosse zu zeigen.
Danach ging es auf die Suche nach einem Pottwal (Sperm Whale), der eher selten zu finden ist. Nach einigem Suchen, zudem auch ein Unterwassermikrofon eingesetzt wurde, mit dem man die Walgesänge hören kann, fanden wir ihn. Und er zeigte auch beim Abtauchen seine Schwanzflosse, die dem Fingerabdruck eines Menschen entspricht, und einmalig ist.
Danach gab es eine riesige Delphin-Gruppe zu sehen. Die sichtlich Spaß an Ihrem Leben haben und teilweise mit Saltos und hohen Sprüngen beeindruckten. Sie schwammen um uns herum und tauchten unter dem Boot hindurch. Herrlich…
Zum Schluss gab es nochmal einen Pottwal – in weiter Ferne entdeckt sind wir noch schnell hingerast, um ihn gerade noch bei den letzten Atemzügen zu beobachten, bevor er wieder in die Tiefe verschwand.
Glücklich und mit hunderten von Fotos und einigen Videos im Gepäck, machten wir uns auf die lange Heimreise. Und der Jetlag machte uns müde. Beim Abendessen sind wir fast eingeschlafen und schafften den Bericht dann auch nicht mehr zu schreiben… Das haben wir heute morgen nachgeholt und machen uns jetzt gleich auf den Weg ins Landesinnere zum Lake Tekapo.

































































