Tag 21 – Lake Taupo

Am Tag zuvor hatte Ralf noch ein Boot für uns gemietet und so genossen wir, nach einem Frühstück im Ort, zwei Stunden auf dem Wasser. Das Wetter hätte tatsächlich etwas besser sein könne – es nieselte zwischendurch kurz, aber auf dem Rückweg kam auch schon wieder die Sonne durch. Wir besuchten die bekannten Maori Carvings, die auch nur per Wasser zu sehen sind.

In den späten 1970er Jahren endete die zehnjährige Ausbildungszeit von Meister-Steinmetz Matahi Whakataka-Brightwell bei erfahrenen Māori-Ältesten. Zu diesem Anlass kehrte er in das Land seiner Mutter am Lake Taupo zurück, um eine bedeutende Felsschnitzerei anzufertigen. Matahi entschied, ein Abbild von Ngatoroirangi zu schnitzen, einem visionären Māori-Navigator und Entdecker, der vor über 1.000 Jahren die Stämme der Tuwharetoa und der Te Arawain in die Region von Taupo führte. Das Hauptbild ist über 10 Meter hoch und die Arbeiten daran dauerten vier Sommer. Das Kunstwerk ist Matahis Geschenk an Taupo.

Dann machten wir einen Abstecher in den Norden zu den Huka Falls – hier schießen 200.000 Liter Wasser pro Sekunde die 9 Meter hohe Kante hinab. Das ist genug um fünf olympische Schwimmbecken innerhalb von einer Minute zu füllen. Wirklich beeindruckend, wenn man über die Brücke läuft oder von einem der zahlreichen Aussichtsplattformen diesen Wasserfall beobachtet.

Anschließend wollten wir uns den geothermalen Aktivitäten widmen. Hier in der Gegend gibt es extrem viele Hot Spots und mit Besuch der „Craters of the Moon“ starteten wir. Ein mit Holzdielen geführter Weg leitet uns durch eine Ebene in der alle paar Meter Qualm aufstieg. An der ein oder anderen Stelle blubberte oder pfiff es sogar.

Wir beeilten uns am Ende, weil wir pünktlich um 16 Uhr am Staudamm „Aratiatia Rapids“ sein wollten. Mehrmals am Tag wird dieser für ca. 20 Minuten geöffnet und das Wasser zwängt sich durch das enge Flussbett. Wir schafften es gerade rechtzeitig zu den beiden Aussichtspunkten, bevor das Schauspiel vorbei war.

Als letztes nahmen wir die „Wairakei Terraces“ in Angriff. Sie sind nicht natürlich entstanden, aber durch das schwefelhaltige Wasser sehen sie ganz besonders aus. Man kann in dem warmen Wasser auch baden wir sind aber nur den Rundgang gelaufen, an dem sich auch Maori Schnitzereien und Bauten befinden.

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