Die Golden Bay befindet sich nördlich des Abel Tasman Nationalparkes, und streckt sich von Takaka über Collingwood bis hin zum Farewell Split. Geprägt ist diese Landschaft von saftigen, grünen Flächen und langen, verlassenen Stränden. Wir fuhren also erstmal in den Norden, um uns den dortigen Stränden zu widmen. Wir fingen an der Ostküste der Golden Bay an und hatten Ausblick auf das Naturschutzgebiet Farewell Spit. Dieses kann man nur in Form einer geführten Tour weiter erkunden. Und der Strand war auf Grund des Unwetters und der Ebbe wenig einladend.
Cape Farewell war unser nächster Stop – ein kurzer Fußmarsch zu den Klippen und wir hatten eine tolle Aussicht auf diesen gewaltigen Felsen…
Anschließend ging es noch ein Stück weiter an der Küste entlang zum Wharariki Beach – der ca. 20 minütige Weg zur Küste ist bereits ein Highlight. An grünem Weideland vorbei, durch ein kleines Wäldchen hindurch und mit Blick auf einen Fluss kommt man an die spektakuläre Küste. Der Strand ist riesig und vollkommen flach. Zwischen zwei größeren Felsen tummeln sich die lustigen kleinen Seehunde, die überhaupt nicht touristenscheu sind. 1-2 Meter lagen sie vor uns im Sand, kabbelten sich oder plantschten im Wasser. Wirklich süß!
Im Anschluss fuhren wir wieder zurück zu unserer schönen Unterkunft nach Collingwood. Da Martina sich einen freien Nachmittag gönnte, fuhr ich alleine in Richtung Süden, um mir noch ein paar Sehenswürdigkeiten anzusehen, an denen wir gestern Abend vorbei gefahren sind.
Zuerst ging es zur Rawhiti Cave. Die Höhle war gar nicht so einfach zu finden, da der Weg nicht ausgeschildert war, was eher untypisch für Neuseeland ist. Normalerweise weisen immer braune Schilder am Straßenrand auf eine Attraktion hin. Also bin ich Google Maps gefolgt und tatsächlich an der letzten Abzweigung im Nirgendwo stand dann ein handbemaltes Schild mit dem Hinweis auf die Höhle. Die Höhle liegt auf einem Privatgrundstück.
Erst ging es ca. 20 Minuten an einem ausgetrockneten Flussbett mit riesigen Steinen entlang. Dann fing der Aufstieg an, bei dem man permanent einen sehr steilen, schmalen und unausgebauten Waldweg über Wurzeln, Steine und Geröll klettern musste. Der Weg erinnerte mich schon stark an unseren letztjährigen Aufstieg zum Tafelberg in Kapstadt. Glücklicherweise dauerte er nur ca. 30 Minuten.
Aber … es hat sich mehr als gelohnt. Ich habe noch nie eine derart beeindruckende Höhle gesehen. Stalaktiten und Stalagmiten wohin das Auge reicht, in den wildesten Formen und Farben. Einfach grandios. Zudem konnte ich die Höhle alleine erkunden und habe von allen möglichen Seiten Fotos geschossen. Ich konnte mich kaum mehr los reißen. Aber seht selbst.
Im Anschluss fuhr ich in nördlicher Richtung zum Grove Scenic Reserve. Der ca. 30-minütige Pfad führte durch einen wunderschönen Wald voll von Palmen und Eisenholz-Bäumen, welche zwischen den riesigen Felsen wuchsen. Ein weiteres Highlight war der Weg zu einem Lookout, bei dem man durch eine enge Schlucht gehen musste. Links und rechts gingen die steilen Felswände ca. 20 Meter nach oben. Vom Lookout selbst hatte man einen wunderbaren Ausblick auf das umliegende Farmland und die Golden Bay.
Da wir uns im Abel-Tasman Nationalpark befanden, durfte ein Abstecher zum Abel Tasman Monument nicht fehlen. An einer wunderschönen und kurvenreichen Küstenstraße entlang fahrend, ging es schließlich auf einen Berg oberhalb von Port Tarakohe. Dort steht ein riesiges, aber einfach gehaltenes Denkmal für Abel Janszoon Tasman, der Neuseeland im Jahr 1642 entdeckt hat. Man beachte die Möwe, welche sich perfekt für das Foto auf dem Denkmal positionierte.
Zum Abschluss ging es noch zu DEN heiligen Quellen der Maori, den Te Waikoropupū Springs. Es sind die grössten Frischwasserquellen ganz Neuseelands. An einer Art See konnte man vom schillernden Grund die aufströmenden Quellen förmlich sehen. Von dem See fließt dann ein grösserer Bach ab. Das Wasser darf unter keinen Umständen berührt werden !
Und dann ging’s zurück nach Collingwood und einem weiteren Abendessen im MAD Café. Martina hatte Pulled Pork auf einem Bett von Mangold und Pita-Brot und ich eine leckere und scharfe Laksa. Der Laden ist wirklich abgefahren. Der Chef trug heute ein Samthemd mit entsprechender Weste. Man kam sich vor wie in einer Hippie-Kommune der 70er Jahre.















































































